Follow

Wer kennt Studien, die sich mit dem Problem der bibliothekarischen Bevormundung jugendlicher LeserInnen hinsichtlich ihres Medien(Buch)-Konsums befassen? Und wo nicht gleich im Titel das Wort "hochbegabt" vorkommt?

@librerli sry, aber was sucht du genau? 😅 Ich will ehrlich gesagt hoffen das diese Studien keine Grundlagen haben und sie deswegen nicht gibt? Oder meinst du das auf die Geschlechtertrennung bezogen?

@Christina_Kaper ich weiß, die Sache klingt wie von vorvorvorgestern. ich führe einen abwehrkampf gegen die ziemlich dumme sichtweise, dass Ausweise von Kindern, von den Eltern wegen der günstigen Gebühr zum eigenen Konsum zweckentfremdet werden.
Analysiere ich die aktuellen Entlehnungen zeigt sich folgendes Bild:

@Christina_Kaper
Mit Eintritt der Lesekompetenz steigt der Zugriff auf Literatur aus den "Erwachsenen"-Systematikgruppen (danach wurde differenziert) sprunghaft an. Analysiert man die Titel, kennt man sofort - das ist großteils eindeutig Interesse der Kinder (Fantasy bei Belletristik, Geheimschriften bei Technik etc.)

@Christina_Kaper
und in jenem Altersbereich bei dem die Lesekompetenz eher noch nicht vorhanden sein wird, sind die Zahl der Entlehnungen aus den spezifischen Gruppen auch völlig vernachlässigbar.

@librerli okay, wofür brauchst du das? Der Kampf ist gegen Eltern die Ausweise ihrer Kinder nutzen, das ist klar (die Grafik sagt dazu nichts aus, die Anzahl der Entleihungen ist da ja irrelevant). Die Einzelanalysen geben dir recht, aber was willst du dann mit solch einer Studie bewirken. Es benutzen viele Eltern die Ausweise Ihrer Kinder, andersherum ja genauso ("Mein Kind braucht keinen eigenen Ausweis"). Viele sagen auch ein Ausweis reicht pro Familie. Deswegen häufig der Familienausweis.

@Christina_Kaper Der Kampf ist imo gar nicht gegen die Eltern, da - ich finde nicht das die Zahl der Entlehnungen die so passieren irrelevant ist, sondern die zeigen, dass es gemessen an den Gesamtentlehnungen eine vernachlässigbare Erscheinung ist. Ganz im Gegensatz dazu würden eben Bestrebungen wie Sperre ganzer Systematikgruppen für Kinderausweise die Kinder mit Lesekompetenz und spezifischem Interesse ungerechterweise bestrafen.

@librerli Da bin ich bei dir, aber was willst du mit der Studie? Die Bibliothekare beeinflussen nicht die Handlungsweise der Eltern/Kinder... Also wenn ihr ein Problem mit der Nutzerzählung habt, geht doch auf die Zahl der Besucher ein um aussagen zu treffen oder die Zahlen der Entleihungen innerhalb der Systematik. Weniger auf die sture Zahl der Entleihungen von Nutzern. Wenn eine Systematikgruppe gute Entleihungen hat sagt dass das selbe aus wie viele Nutzer die eine Systematikgr. ausleihen.

@librerli okay, ich denke wir sind einer Meinung, passt also 😉 Kann dir mit einer derartigen Studie (Was immer du damit auch bewirken willst) nicht helfen sry ;)

@Christina_Kaper ich suche Material, das in die Richtung geht, wie kontraproduktiv es ist, Kindern den Konsum von sogenannter "Erwachsenen-Literatur" von bibliothekarischer Seite zu verbieten.

@librerli soweit ich weiß gabs vor ner Zeit mal die BLIKK Studie, die aber sehr die Konservative Seite vertreten hat. Ich denke eigentlich reicht dafür gesunder Menschenverstand aus, aber wenn du da andere Meinungen hast kann ich deine Suche nach Material nachvollziehen. Das sind ein paar Insitutionen die Online viel Material bereitstellen, vielleicht findest du da was: Gutes Aufwachsen mit Medien, das JFF - Institut für Medienpädagogik oder vielleicht das BMFSFJ: bmfsfj.de/bmfsfj/service/publi

Sign in to participate in the conversation
OpenBiblio.Social

Der Einstieg in das Mastodon-Netzwerk für Bibliotheksmenschen