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Der Einstieg in das Fediverse für Bibliotheksmenschen

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Wenn "Beschreibungen von Daten" sind, dann sind es doch eigentlich keine Daten, sondern Informationen? Bin gerade verwirrt.

Marcus Zerbst

@dietmarkammerer
Hm, das klingt im ersten Moment überraschend überzeugend. Daten werden durch Kontext zu Information in Form von , also etwa durch Kategorisierung in ein oder ein Format wie - oder?

Welcher 'ler erklärt uns das genau?

@mzerbst @dietmarkammerer

Ich erkläre den Studis schon lange, dass es eigentlich um "Informationen über Informationen" (bzw. Informationsobjekte) geht 🤷

@HWiesenmueller @mzerbst @dietmarkammerer
werden zu , wenn sie syntaktisch korrekt sind und durch die Einbindung in einen Kontext eine Bedeutung erhalten (vgl. Klaus Norths Wissenstreppe oder Luciano Floridis GDI). liefern den Kontext, der syntaktisch korrekten Daten eine Bedeutung gibt und sie so zu Information macht. Um ihrerseits Information zu sein, müssen Metadaten nicht nur ebenfalls syntaktisch korrekt sein, sie brauchen auch den Kontext der Erschließung. 1/3

@Bibliothecarmen @HWiesenmueller @mzerbst @dietmarkammerer
Ein Beispiel:
Zeichenebene: E F I K R
Datenebene (Datum als Zeichenkette mit korrekter Syntax): KIEFER
Metadatenebene (Datum im Kontext):
1) KIEFER – Beruf – Künstler
2) KIEFER – DDC-Notation – 585.2
3) KIEFER – GND-Nummer – 4030457-7
Informationsebene (syntaktisch korrektes Datum mit Bedeutung): Bei KIEFER handelt es sich um
1) einen Künstler mit dem Nachnamen Kiefer
2) einen Nadelbaum
3) eine gebisstragende Knochenpartie. 2/3

@Bibliothecarmen @HWiesenmueller @mzerbst @dietmarkammerer
Zeichenebene Metadatum 2: . 2 5 8
Datenebene Metadatum 2: 585.2
Metadatenebene Metadatum 2:
a) 585.2 – Attribut – Datenfeldname MARC-Feld 082
b) 585.2 – Attribut – Datenfeldname Küvettentyp
c) 585.2 – Attribut – Datenfeldname ICD-9-CM Code
Informationsebene Metadatum 2: 585.2 ist
a) eine DDC-Notation (für Nadelbäume)
b) eine Küvettentypbezeichnung (für Durchflussküvetten)
c) ein medizinischer Code (für chronische Nierenerkrankungen). 3/3

@Bibliothecarmen @mzerbst @dietmarkammerer

Es gibt ja viele Versuche, Daten und Information abzugrenzen. Insbesondere der Informationsbegriff ist extrem schwierig, was jüngst auch Kuhlen & Semar festgestellt haben: "Die IW ist weit davon entfernt, eine verbindliche, allseits akzeptierte Bestimmung von Information entwickelt zu haben." (doi.org/10.1515/9783110769043-, dort S. 5).

Ich denke, das hier Dargestellte ist wenig hilfreich, weil überdifferenziert. (...)

De GruyterA 1 Information – ein Konstrukt mit FolgenA 1 Information – ein Konstrukt mit Folgen was published in Grundlagen der Informationswissenschaft on page 1.

@Bibliothecarmen @mzerbst @dietmarkammerer

(...) Für mich ist der Unterschied im Kern: Eine Zeichenfolge wie "1968" ist auf der Datenebene. Eine Information wird daraus, wenn ich sie kontextualisiere und ihr Bedeutung gebe, z.B. "1968 ist das Geburtsjahr von Heidrun Wiesenmüller". Wie ich nun aber diese Information datentechnisch codiere (wozu auch syntax encoding schemes gehören), ist m.E. eine zwar sehr wichtige, aber davon zu trennende Dimension.

@HWiesenmueller @Bibliothecarmen @mzerbst EXAKT dasselbe gilt auch für mein Fach, die . Auch sie ist "weit davon entfernt, eine verbindliche, allseits akzeptierte Bestimmung" von Medien entwickelt zu haben. Das hängt vermutlich irgendwie zusammen...